FAQ

Viele Menschen sind unsicher, ob eine Heilmassage bei ihren Beschwerden sinnvoll ist, wie viele Behandlungen notwendig sind oder was beim ersten Termin passiert.

Auf dieser Seite beantworte ich häufige Fragen aus meiner Praxis in Graz – klar, ehrlich und ohne falsche Versprechen.

Erste Behandlung

Was passiert beim ersten Termin?

Beim ersten Termin nehme ich mir Zeit für ein kurzes Gespräch. Dabei geht es darum zu verstehen, wo die Beschwerden sind, seit wann sie bestehen und was den Alltag beeinflusst.

Danach passe ich die Behandlung individuell an. Ich arbeite nicht einfach nur am Schmerzpunkt, sondern versuche zu verstehen, welche Strukturen mitbeteiligt sein können.

Ziel ist eine gezielte Behandlung, die zu Ihren Beschwerden passt und gut verträglich bleibt.

Muss ich beim ersten Termin etwas mitbringen?

Wenn Sie ärztliche Befunde, Diagnosen oder Verordnungen haben, können Sie diese gerne zum ersten Termin mitbringen. Das hilft mir, die Beschwerden besser einzuordnen und die Behandlung gezielter zu planen.

Wenn keine Unterlagen vorhanden sind, ist das kein Problem. Beim ersten Termin besprechen wir gemeinsam, was wichtig ist und worauf während der Behandlung geachtet werden sollte.

Muss ich genau wissen, welche Behandlung ich brauche?

Nein. Viele Patientinnen und Patienten wissen am Anfang nicht genau, ob Heilmassage, Lymphdrainage, Bindegewebsmassage oder eine andere Behandlung passend ist.

Beim ersten Termin klären wir gemeinsam, welche Beschwerden im Vordergrund stehen und welcher Behandlungsansatz zu Ihrer Situation passt. Die Behandlung folgt keinem starren Schema.

Beschwerden & Schmerzen

Hilft Heilmassage bei Nacken- und Schulterschmerzen?

Ja, Heilmassage kann bei Nacken- und Schulterbeschwerden unterstützen – besonders dann, wenn Muskelspannung, einseitige Haltung, Bildschirmarbeit, Stress oder Überlastung eine Rolle spielen.

Wichtig ist dabei, nicht nur genau dort zu behandeln, wo es weh tut. In meiner Praxis sehe ich häufig, dass Nacken- und Schulterschmerzen mit mehreren Bereichen zusammenhängen: Rücken, Brustmuskulatur, Atmung, Haltung und die allgemeine Belastung im Alltag können eine Rolle spielen.

Ziel der Behandlung ist es, Spannungen gezielt zu reduzieren, Beweglichkeit zu verbessern und den Körper wieder zu entlasten.

Kann ich auch mit akuten Schmerzen kommen?

Das hängt von der Art der Beschwerden ab.

Bei akuten muskulären Verspannungen, Überlastung oder Bewegungseinschränkungen kann eine Heilmassage gezielt eingesetzt werden. Beim ersten Termin besprechen wir deshalb kurz, seit wann die Beschwerden bestehen, wie sie sich anfühlen und ob es Hinweise gibt, die vorher ärztlich abgeklärt werden sollten.

Nicht geeignet ist eine Massage zum Beispiel bei Fieber, akuten Entzündungen, frischen Verletzungen, ungeklärten starken Schmerzen, Thromboseverdacht oder neurologischen Symptomen wie Taubheit, Kraftverlust oder Lähmungserscheinungen.

Wenn ich den Eindruck habe, dass eine Behandlung nicht passend ist, empfehle ich zuerst eine ärztliche Abklärung. Sicherheit geht vor Behandlung.

Warum kommen Schmerzen immer wieder zurück?

Viele Beschwerden kommen zurück, weil nicht nur der Schmerzpunkt selbst das Problem ist. Der Körper arbeitet als System.

Haltung, Stress, einseitige Belastung, Bewegungsmangel, alte Schonhaltungen oder zu wenig Erholung können dazu führen, dass dieselben Beschwerden immer wieder entstehen.

Ein häufiger Fehler ist, nur dann etwas zu tun, wenn der Schmerz schon stark ist. Dann beginnt man jedes Mal wieder von vorne.

Deshalb ist mir ein klarer Behandlungsverlauf wichtig: zuerst beruhigen, dann stabilisieren, dann erhalten.

So geht es nicht nur um kurzfristige Erleichterung, sondern um ein besseres Verständnis für den eigenen Körper und einen nachhaltigeren Umgang mit den Beschwerden.

Schwangerschaft

Ist Massage in der Schwangerschaft möglich?

Eine Massage kann auch in der Schwangerschaft möglich und angenehm sein. Entscheidend ist immer, wie es Ihnen geht, in welcher Schwangerschaftswoche Sie sind und ob es medizinische Besonderheiten gibt.

Viele Frauen suchen Unterstützung bei Rückenbeschwerden, Nackenverspannungen, schweren Beinen oder allgemeiner körperlicher Belastung.

Die Behandlung wird an die Schwangerschaft angepasst. Sie liegen dabei nicht auf dem Bauch, sondern bequem in Seitenlage oder in einer anderen passenden Position.

Bei Beschwerden oder Unsicherheiten sollte vorher ärztlich abgeklärt werden, ob etwas gegen eine Behandlung spricht.

Bis zu welcher Schwangerschaftswoche ist eine Massage möglich?

Das hängt weniger von einer festen Woche ab, sondern vor allem davon, wie es Ihnen geht.

Eine Massage kann grundsätzlich auch in den späteren Schwangerschaftswochen möglich sein, wenn keine medizinischen Gründe dagegen sprechen.

Die Behandlung wird immer an das persönliche Befinden angepasst. Besonders wichtig sind eine bequeme Lagerung, eine ruhige Behandlung und die Rücksicht auf Beschwerden wie Rücken-, Becken- oder Nackenspannungen.

Bei Risikoschwangerschaften, Blutungen, vorzeitigen Wehen oder anderen Beschwerden sollte vorher immer ärztlich abgeklärt werden, ob eine Massage sinnvoll ist.

Wie liegen Sie während der Behandlung in der Schwangerschaft?

Während der Schwangerschaft wird in der Regel nicht in Bauchlage behandelt. Meist erfolgt die Behandlung in einer bequemen Seitenlage und wird mit Kissen so unterstützt, dass Sie ruhig und gut liegen können.

Je nach Beschwerden können Rücken, Nacken, Schultern, Beine oder Füße behandelt werden. Die Position wird dabei immer an die Schwangerschaftswoche, Ihr Wohlbefinden und die jeweilige Beschwerde angepasst.

Wichtig ist, dass die Lagerung angenehm und gut verträglich bleibt. Wenn eine Position nicht passt, wird sie sofort verändert.

Lymphdrainage

Wann kann Lymphdrainage helfen?

Manuelle Lymphdrainage wird eingesetzt, wenn Flüssigkeit im Gewebe langsamer abtransportiert wird und Schwellungen, Spannungsgefühl oder schwere Beine entstehen.

Das kann zum Beispiel nach Operationen, nach Verletzungen, bei bestimmten Ödemen oder bei einer Neigung zu Flüssigkeitseinlagerungen der Fall sein.

Die Behandlung arbeitet nicht mit starkem Druck. Sie besteht aus ruhigen, rhythmischen und sehr sanften Griffen, die den Lymphfluss unterstützen.

Vor dem ersten Termin bespreche ich, seit wann die Beschwerden bestehen, ob eine Diagnose oder Verordnung vorliegt und ob es Hinweise gibt, die vorher ärztlich abgeklärt werden sollten.

Kann Lymphdrainage nach einer Operation unterstützen?

Nach einer Operation kann Lymphdrainage dabei helfen, Schwellungen und Spannungsgefühl zu reduzieren und die Regeneration unterstützend zu begleiten.

Häufig wird sie nach orthopädischen Eingriffen, nach Verletzungen oder auch nach ästhetischen Operationen wie einer Liposuktion angewendet — immer abhängig vom Heilungsverlauf und der ärztlichen Freigabe.

Der richtige Zeitpunkt hängt von der Art des Eingriffs, der Wundheilung und den medizinischen Empfehlungen ab.

Bitte bringen Sie vorhandene Befunde, eine ärztliche Verordnung oder Hinweise aus der Klinik zum ersten Termin mit.

Ist Lymphdrainage schmerzhaft?

Nein, Lymphdrainage ist normalerweise keine schmerzhafte Behandlung.

Im Unterschied zu vielen klassischen Massagetechniken wird mit sehr leichtem Druck gearbeitet. Die Griffe sind langsam, sanft und rhythmisch.

Viele Patienten empfinden die Behandlung als angenehm und entlastend, besonders wenn vorher ein Spannungsgefühl im Gewebe vorhanden war.

Gerade bei empfindlichem oder geschwollenem Gewebe wird die Behandlung so angepasst, dass sie gut verträglich bleibt.

Termine & Organisation

Kann ich die Behandlung bei der Krankenkasse einreichen?

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen können Sie die Honorarnote bei Ihrer Krankenkasse einreichen.

Dafür benötigen Sie in der Regel eine ärztliche Verordnung und eine bezahlte Honorarnote.

Die Höhe der Rückerstattung hängt von Ihrer Krankenkasse und der verordneten Leistung ab.

Bitte klären Sie im Zweifel direkt mit Ihrer Krankenkasse, welche Unterlagen notwendig sind und welcher Betrag übernommen wird.

Nach der Behandlung erhalten Sie von mir eine Honorarnote, die Sie für die Einreichung verwenden können.

Brauche ich eine ärztliche Verordnung?

Nein, für einen privaten Termin brauchen Sie nicht unbedingt eine ärztliche Verordnung. Sie können auch ohne Verordnung einen Termin vereinbaren.

Eine ärztliche Verordnung ist vor allem dann wichtig, wenn Sie die Kosten für eine Heilmassage bei Ihrer Krankenkasse einreichen möchten. Dafür benötigen Sie normalerweise eine Verordnung und eine bezahlte Honorarnote.

Wenn Sie bereits eine Verordnung haben, bringen Sie diese bitte zum ersten Termin mit. So kann die Behandlung korrekt dokumentiert und die Honorarnote passend ausgestellt werden.

Ob und in welcher Höhe Ihre Krankenkasse einen Teil der Kosten rückerstattet, klären Sie bitte direkt mit Ihrer Krankenkasse.

Was passiert, wenn ich einen Termin kurzfristig absagen muss?

Ein Termin ist verbindlich reserviert. Wenn Sie nicht kommen können, sagen Sie bitte so früh wie möglich ab.

Absagen sind bis 24 Stunden vor dem Termin kostenfrei möglich. Bei kurzfristiger Absage oder Nichterscheinen wird der Termin verrechnet, da die Zeit für Sie freigehalten wurde und meist nicht mehr neu vergeben werden kann.

Wie oft ist eine Behandlung sinnvoll?

Das hängt von Ihren Beschwerden, dem Verlauf und Ihrem Ziel ab.

Bei akuten oder wiederkehrenden Beschwerden ist es oft hilfreich, am Anfang keine zu großen Abstände zwischen den Terminen zu lassen. So kann der Körper besser auf die Behandlung reagieren und Fortschritte können stabiler werden.

Häufig bewährt sich zu Beginn ein Abstand von etwa 7 bis 10 Tagen. Wenn sich die Beschwerden beruhigen, können die Termine weiter auseinanderliegen.

Beim ersten Termin besprechen wir gemeinsam, welcher Rhythmus für Ihre Situation realistisch und passend ist.

Mir ist wichtig, dass die Behandlung zu Ihrer Situation passt und nicht nach einem starren Schema erfolgt.